Starten Sie hier Ihre Digitalausgabe

Hier finden Sie die Formulare für Bauleiter

Hier finden Sie das
Archiv der Zeitschrift
"der bauschaden"

Schadensursachen erkennen

Bauschäden fachgerecht sanieren

Haftungsfälle vermeiden

TPL_ONLINTECH_ADDITIONAL_INFORMATION

= Inhalte verfügbar für Premiummitglieder   = Inhalte verfügbar für alle

Ursachen und Beseitigung von Schimmelpilzen in Wohnräumen

Dokumententyp: News

Ursachen und Beseitigung von Schimmelpilzen in Wohnräumen© A. Jahn Grund für das vermehrte Auftauchen von Schimmelpilzen in Innenräumen ist meist der fehlende Luftaustausch, verbunden mit einem Anstieg der Feuchtigkeit. Gefördert wird dies durch luftdichte Fenster. Besonders an Wärmebrücken schlägt sich die Luftfeuchte dann nieder und bietet Schimmelsporen einen idealen Nährboden. Offen sichtbar wird das zum Beispiel an den Innenseiten der Fensterleibungen oder in den Zimmerecken, speziell da, wo Außenwände aufeinander treffen. Ideale Wachstumsbedingungen finden sich aber auch an Stellen, die nicht gleich sichtbar sind: hinter Schränken an kalten Außenwänden, Bildern, Fußleisten oder unter Fußböden.

 

Luftfeuchte entsteht durch die ganz normale Nutzung in einer Wohnung: Waschen, Duschen, Baden, Kochen, Pflanzen. So gibt jeder Mensch pro Tag 1 bis 1,5 Liter Wasser an die Raumluft ab, so dass in einem 4-Personen-Haushalt täglich rund 10 Liter Wasser entsteht. Die Luft kann jedoch immer nur eine begrenzte Menge Wasserdampf aufnehmen. Warmer Luft gelingt das grundsätzlich besser als kalter. Während der Heizperiode sollte die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Ein Hygrometer hilft dabei, diesen Wert zu erkennen. Je schlechter die Wärmedämmung des Gebäudes ist, desto niedriger sollte die relative Feuchtigkeit sein.

 

Wenn die Wohnung bereits von Schimmelpilzbefall betroffen ist, lässt sich Schimmel mit Hausmitteln wie dem oft empfohlenen Essig nicht dauerhaft beseitigen. Mit ihnen reinigt man befallene Stellen allenfalls oberflächlich. Sie dringen jedoch nicht in die Baustoffe ein, in denen die Schimmelpilzsporen sehr tief sitzen können. Essig hinterlässt zudem an der Oberfläche einen sauren PH-Wert und bietet so beste Wachstumsbedingungen für die Pilze, die nach der Reinigung auch gleich wieder auftauchen.

Wirksame chemische Mittel hingegen sind oft extrem giftig und müssen mit größter Vorsicht eingesetzt werden. In vielen frei verkäuflichen Mitteln ist beispielsweise Chlor enthalten, das an die Raumluft abgegeben wird und sich gesundheitsschädigend auswirken kann.

 

Bei großflächigen Schädigungen ist ein Austauschen der befallenen Bau- und Dekorationsstoffe unumgänglich, um die tief sitzenden Schimmelsporen restlos zu entfernen. Die Wände müssen fachgerecht austrocknet und anschließend mit den passenden Beschichtungsstoffen belegt werden. So sind zum Beispiel PH-neutrale Beschichtungen wie Gips oder Dispersionsfarbe zu vermeiden. Kalkputze hingegen stellen ein alkalisches Milieu her, das dem Schimmelpilz keinen Nährboden mehr bietet.

 

 

newsletter Logo Bauschadensportal

Registrieren Sie sich jetzt für unseren kostenlosen, monatlichen Newsletter und bleiben Sie aktuell informiert über:

 

  • Wichtige Neuerungen und aktuelle Entwicklungen im Baubereich
  • Typische Schadensbilder und ihre Ursachen
  • Professionelle Sanierungsmaßnahmen bei Bauschäden

 

Hier geht's zur Anmeldung...