Fachbeiträge
Hier finden Sie typische Rissschäden in ganz unterschiedlichen Materialien und Bauteilen, von Experten beschrieben und praxisnah erläutert.
Rissbeurteilung: Technischer oder optischer Mangel?
Bevor hinsichtlich Rissbildungen überhaupt Überlegungen zur Rissursache und zu Sanierungsmaßnahmen angestellt werden, gilt es zu beurteilen, ob der vorliegende Riss oder das vorliegende Rissbild überhaupt einen Mangel in optischer und/oder technischer Hinsicht darstellt, da eine Vielzahl von im Bauwesen verwendeten Bauarten ohne Rissbildungen in einem gewissen Umfang – insbesondere bei mineralischen Baustoffen – nicht denkbar sind (Beton/Stahlbetonbauweise). Die Entscheidung, ob es sich bei einem Riss oder einem Rissbild um einen Mangel handelt, hängt oft von dessen qualitativer (Rissbreite) oder quantitativer (Anzahl der Risse) Ausprägung ab.
Grundlegende Rissursachen
![]() © K.-H. Voggenreiter |
Risse sind in der Baupraxis unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht immer vollständig vermeidbar. Risse ganz zu verhindern, ist kaum möglich und darüber hinaus auch nicht notwendig, solange sie keine Mängel bzw. Schäden am Bauwerk oder einzelnen Bauteilen verursachen. |
Typische Rissbilder und ihre Ursachen
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Bestimmte Schadensmechanismen entwickeln charakteristische Rissbilder, aus denen die jeweilige Schadensursache oft unmittelbar abgelesen werden kann. In der folgenden Aufzählung sind einige der gängigsten Rissbilder beispielhaft erläutert und die Rissursachen angegeben... |
Beurteilungs- und Bewertungsverfahren bei Rissschäden
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Um zu einer fallgerechten Beurteilung und Bewertung eingetretener Rissschäden zu kommen, ist der Bau-Ist-Zustand mit dem Bau-Soll-Zustand zu vergleichen, um in einem ersten Schritt zu entscheiden, ob eine Abweichung vorliegt, siehe hierzu das Flussdiagramm in Abbildung 1. |
Putzbedingte Risse
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Wichtig ist, in allen Schadensfällen auch eine schadensfreie Putzfläche zu öffnen. Die Ermittlung von Rissursachen wird durch den Vergleich gut/schlecht bzw. nicht gerissen/gerissen in den meisten Fällen enorm erleichtert. Gerade bei den typischen y-förmigen Schwindrissen ist eine Öffnung des Putzes bis auf den Putzgrund unbedingt erforderlich, nicht nur um zu kontrollieren, ob der Riss sich auch im Putzgrund fortsetzt, sondern insbesondere auch, um die Putzdicke zu überprüfen. |
Risskategorisierung nach Bruchart und Größe
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Nachfolgend werden die Brucharten bzw. die unterschiedlichen Rissbildungen – unabhängig von dem Material, in dem sie stattfinden, und ihren Ursachen – kategorisiert, um allgemeingültige, weitestgehend stoffunabhängige Betrachtungen anführen zu können. |
Beeinträchtigung der technischen Funktion von Putzen durch Risse
Entscheidendes Kriterium bei der Frage, ob Risse im Putz hinnehmbar sind, ist nicht das bloße Vorhandensein von Rissen, sondern vielmehr die Folgen der Risse für die geforderten technischen Funktionen des Putzes.
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