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Schimmel: Ohne Ursachenforschung keine Lösung

Dokumententyp: News

Ursachenermittlung bei Schimmelbefall© A. Jahn Breiten sich dunkle Flecken an der Wand aus, ist es bereits zu spät: Schimmel hat begonnen sich per Sporenflug zu vermehren, doch das ist nicht nur ein optisches Problem. Schimmel kann Übelkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Asthma, Allergien und Schädigungen des Immunsystems verursachen. „Besonders wohl fühlen sich einige Pilze bei Zimmertemperatur und einer dauerhaften Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent. Auf Tapeten, Holz und gestrichenen Wänden finden sie dank Zellulose und Mineralien den geeigneten Nährboden“, weiß Kai Zitzmann, Fachreferent für Energieeffizienz bei TÜV Rheinland.

 

Eine geringe Luftzirkulation macht den Lebensraum für die Organismen perfekt. Um herauszufinden, welche Schimmelsorte in den Wänden wuchert, gibt es Abklatschproben. Zitzmann begründet den Aufwand so: „Die Untersuchung im Labor ist wichtig, denn sie gibt Gewissheit über die Schimmelart, die wiederum die richtige Beseitigungsmethode erfordert – schließlich ist Pilz nicht gleich Pilz.“

 

Die richtige Beseitigung des Schimmels ist unerlässlich, um die Gesundheitsgefahren zu minimieren. Dies sollte bei größerem Befall oder bei gefährlichen Schimmelkulturen durch einen Fachmann erfolgen. Kleinere Flächen mit Schimmelbefall mit unkritischen Schimmelarten können mit handelsüblichen Reinigern entfernt werden.

Überstreichen ist keine gute oder dauerhafte Lösung. Der TÜV Rheinland-Experte rät, nach den Ursachen zu suchen. Dabei kann es sich um versteckte Bauschäden und -mängel, aber auch um durchfeuchtete Wände handeln. Mangelhafte Teilsanierungen, keine oder ungleichmäßige Dämmung der Außenfassade, die Verwendung qualitativ minderwertiger Bausubstanzen, ungeeignete Fenstersanierungen und nicht angepasstes Verhalten – wie zum Beispiel durch ungenügende Belüftung – sind ebenfalls häufig Gründe für Schimmelbildung.

 

 

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