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Dokumententyp: News

BAU 2011 Die Leitthemen der BAU 2011 – Nachhaltig bauen, generationengerecht bauen, Forschung und Innovation, Aus- und Weiterbildung – werden auf Sonderschauen veranschaulicht. Materialien, Techniken und Systeme werden so quasi erlebbar. Messebesucher können sich einen Überblick verschaffen, wie der Stand von Forschung und Entwicklung ist und welche Herausforderungen noch zu bewältigen sind.

 

Green Envelope – Nachhaltig Bauen mit Fenstern, Fassaden und Türen
Die Sonderschau des Forschungs- und Prüfungsinstituts ift Rosenheim in Halle C4 zeigt, wie mit Fenstern, Fassaden und Türen innovative Energiegewinnhäuser und nachhaltiges Bauen realisiert werden können. Planer, Bauherren und Investoren erhalten produktneutrale Informationen zu Technik, zukünftigen Anforderungen und notwendigen Nachweisen (z.B. über Nachhaltigkeit), die für die Investitionsentscheidung wichtig sind. Exponate führender Hersteller demonstrieren, wie zukunftssichere Technik aussieht und welche Möglichkeiten mechatronische Komponenten bieten. Anhand der ausgestellten Bauelementen werden die Kriterien der Nachhaltigkeit erläutert. Es geht darum, wie technische Kennwerte als Grundlage für geforderte Zertifikate (DGNB, LEED, BREEAM) ermittelt werden.

 

Generationengerecht bauen – wirtschaftlich, flexibel, barrierefrei
In dieser Sonderschau in Halle A 4 geht es darum, wie generationengerechtes Bauen in der Praxis aussehen kann, welche Planung, Produkte und Materialien es erfordert. Die BAU präsentiert die Sonderschau gemeinsam mit der GGT Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik ® . Anhand eines Modellhauses, das eigens für die BAU entwickelt wurde, wird dargestellt, wie man so bauen und planen kann, dass Gebäude und Wohnumfeld für mehrere Generationen nutzbar werden - ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.

 

Intelligentes Bauen
ist der Titel einer Sonderschau der Fraunhofer-Allianz Bau, auf der 16 Innovationen aus der Bauforschung präsentiert werden. Entlang der systematischen Betrachtung von Gebäuden – vom Werkstoff, über Bauteil, Raum und Gebäude bis hin zur kompletten Siedlung – haben die Besucher der BAU 2011 die Möglichkeit, sich unter den Leitthemen „intelligentes planen“, „intelligentes bauen“ sowie „intelligentes nutzen“ über die neuesten Produkt- und Systemlösungen der Fraunhofer-Gesellschaft zu informieren. Von der parametrischen Planung über innovative Werkstoffe und Fügetechniken bis hin zur Schadendiagnostik und Raumkonditionierung kann der Besucher einen Blick auf die Lösungen der Zukunft in der Fraunhofer-Stadt werfen.

 

Textile Architektur
Der Einsatz von Folien oder Membranen in der Architektur ist erst durch spektakuläre Gebäude bekannt geworden. Aufsehen erregte in den 70er Jahren das berühmte Zeltdach des Münchner Olympiastadions. Ein Beispiel neueren Datums ist das Dach der 2005 fertig gestellten Münchner Allianz Arena, in der der FC Bayern seine Spiele bestreitet. Es besteht aus 1056 Luftkissen, die wiederum aus einer nur 0,2 mm dicken ETFE-Folie hergestellt wurden. Im architektonischen Alltag jedoch ist der Einsatz von Gewebe- und Folienprodukten wenig verbreitet. Die BAU macht deshalb in einer Sonderschau auf diese innovative Bautechnik aufmerksam. In der Sonderschau „Textile Architektur“ werden innovative Gewebe- und Folienprodukte präsentiert. Als Ausstellungsfläche dient ein aus 12 Einzelsegmenten bestehender Torus, in dem innovative Hersteller, Verarbeiter, Ingenieure und Gestalter hochwertige Materialien präsentieren. Die BAU realisiert diese Sonderschau in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro „Leichtbaukunst“.

 

Gebäude der Zukunft
ist der Titel einer zweitägigen Veranstaltung (am 18. und 19. Januar 2011) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), bestehend aus einem Forschungssymposium mit Ausstellung. Die Veranstaltung präsentiert Konzepte, Technologien und Planungsmethoden für die Gebäude der Zukunft. Forschungs- und Projektteams geben am ersten Veranstaltungstag Einblicke in neueste Entwicklungen und Methoden: Strategien für mehr Nutzerkomfort und optimierte Betriebsführung, neue Methodik und Ergebnisse zur ganzheitlichen Wirtschaftlichkeitsanalyse, Trends in der Gebäude und Anlagensimulation sowie neue Bauteile und Systeme für Gebäude. Komplettiert wird dieses Programm durch eine Keynote zum Thema „Next Steps – Politische, wirtschaftliche und städtebauliche Trends im europäischen Kontext“. Am zweiten Tag präsentieren vier deutsche Hochschulteams ihre experimentellen Wohnhaus­projekte, die im Juni 2010 beim Hochschul-Wettbewerb „Solar Decathlon Europe“ (SDE) in Madrid Spitzenplätze belegen konnten. Ziel des architektonischen Zehnkampfs waren Netto-Nullenergiegebäude, die auch in den Diszi­plinen Architektur, Gebäudetechnik, Komfort und Nachhaltigkeit überzeugen können. Das Gebäude der Hochschule Rosenheim belegte beim SDE den zweiten Platz. Es wird auf dem Freigelände der BAU aufgebaut und kann dort besichtigt werden. Die Podiumsdiskussion am Ende des zweiten Tages zum Thema „Das Nur-Strom-Haus als Zukunftsmodell?“ lässt eine spannende und kontroverse Diskussion erwarten. Die Teilnahme an der zweitägigen Veranstaltung schließt den Besuch der BAU 2011 mit ein. Weitere Infos und eine Anmeldemöglichkeit gibt es unter www.enob.info/de

 

Quelle: Messe München GmbH