Starten Sie hier Ihre Digitalausgabe

Hier finden Sie die Formulare für Bauleiter

Hier finden Sie das
Archiv der Zeitschrift
"der bauschaden"

Schadensursachen erkennen

Bauschäden fachgerecht sanieren

Haftungsfälle vermeiden

TPL_ONLINTECH_ADDITIONAL_INFORMATION

= Inhalte verfügbar für Premiummitglieder   = Inhalte verfügbar für alle

Dokumententyp: News



Leitungswasserschäden treten etwa sechs Mal häufiger auf als Feuerschäden: Rund 1,5 Millionen Mal im Jahr wird alleine den Versicherern ein Wasserschaden gemeldet. „Frost steht dabei ganz oben auf der Verursacherliste“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Kieler Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS). Das IFS zeigt, wo besondere Gefahren drohen, und hat dazu eine Wintercheckliste für wasserführende Leitungen in beheizten und unbeheizten Gebäuden entwickelt (www.ifs-kiel.de/08_titel/2012/IFS_Frostcheck.pdf).

 

Gefährdete Bereiche identifizieren

Die Checkliste hilft auch, frostgefährdete Bereiche in einem Gebäude zu identifizieren. Frostschäden können oft mit geringem Aufwand verhindert werden. „Leitungen im Innenbereich können effektiv geschützt werden, wenn alle betroffenen Räume auch bei Abwesenheit so beheizt werden, dass das Wasser nicht gefrieren kann“, rät Drews. Die benötigte Wärme ist abhängig von der Lage der Rohre und der Dämmung des Hauses: Altbauten sind meist schlechter gedämmt als Neubauten. Aber auch gute Isolierungen reichen allein nicht als Frostschutz: Eine Mindestbeheizung im Gebäude ist notwendig. Räume mit undichten Fenstern oder wenig genutzte Räume wie Dachböden, Kellerräume oder Abseiten, die über keine Heizung verfügen oder wegen mangelnder Nutzung nicht ausreichend beheizt werden, sind besonders gefährdet. Auch wenn Umbauten oder Nutzungsveränderungen die Temperaturverhältnisse beeinflussen, muss möglicherweise gehandelt werden. Wird ein Haus längere Zeit nicht bewohnt, sollten alle Leitungen regelmäßig auf Frostfreiheit geprüft werden und die Sicherheitsmaßnahmen kontrolliert werden.

Außenleitungen sind ungeschützter und damit anfälliger für Kälte als innenverlegte Rohre. Die Wasserzufuhr für den Außenbereich muss vor dem Winter abgeriegelt, die Leitungen müssen entleert werden.

 

Elektrische Absperrventile bringen Sicherheit

Da Wasserleitungen meistens gut verputzt in den Wänden verschwinden, werden sie auch gerne vergessen. Das Tückische: Es kann Tage oder Wochen dauern, bis ein Schaden bemerkt wird. In vielen Fällen sogar erst, wenn die Frostperiode lange vorüber ist. Doch selbst ein kleines Leck kann bereits weitreichende Folgen haben.

In immer mehr kommunalen Gebäuden wie Schulen, aber auch in Privathaushalten werden inzwischen elektrische Absperrventile eingesetzt. Sie lassen sich leicht und zentral bedienen. Auch das IFS empfiehlt den Einbau zur wirksamen Prävention von Leitungswasserschäden. Knapp 1.000 Euro müssen dafür investiert werden.