Starten Sie hier Ihre Digitalausgabe

Hier finden Sie die Formulare für Bauleiter

Hier finden Sie das
Archiv der Zeitschrift
"der bauschaden"

Schadensursachen erkennen

Bauschäden fachgerecht sanieren

Haftungsfälle vermeiden

TPL_ONLINTECH_ADDITIONAL_INFORMATION

= Inhalte verfügbar für Premiummitglieder   = Inhalte verfügbar für alle

Dokumententyp: News



Der demographische Wandel ist für deutsche Kommunen, kommunale Unternehmen und soziale Organisationen eine der großen Herausforderungen der Zukunft: Bis 2030 müssen sie 53 Mrd. EUR für den Abbau von Barrieren in der Infrastruktur investieren. Dies geht aus der Studie "Altengerechter Umbau der Infrastruktur: Investitionsbedarf der Städte und Gemeinden" hervor, die das Deutsche Institut für Urbanistik im Auftrag der KfW erstellt hat.

Besonders hoch ist der Bedarf in den Bereichen

  • kommunale Wohngebäude (21,1 Mrd. EUR),
  • öffentlicher Personennahverkehr (15 Mrd.) sowie
  • Straßen und Wohnumfeld (13,3 Mrd.).

 

Zudem werden Mittel vor allem in den Bereichen

  • Sportstätten (1,65 Mrd.),
  • Pflegeeinrichtungen (780 Mio.),
  • Gesundheit (730 Mio.),
  • Verwaltungsgebäude (610 Mio.) und
  • Kultureinrichtungen (140 Mio.)

benötigt.

 

"Kommunen und kommunale Unternehmen stehen vor der besonderen Herausforderung, neben der Energiewende und ihren sonstigen Aufgaben auch den Abbau von Barrieren in der Infrastruktur zu meistern. Nur mit ausreichender Unterstützung können insbesondere finanziell schwache Kommunen gewährleisten, dass die älter werdende Bevölkerung weitgehend uneingeschränkt am öffentlichen Leben und an den Angeboten der Kommune teilnehmen kann", sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

 

Sämtliche Städte und Gemeinden, die an der Befragung teilgenommen haben, sehen Handlungsbedarf für das Zukunftsthema "demographischer Wandel". Tatsächlich wird im Jahr 2030 bereits knapp ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein, rechtzeitige Investitionen sind daher unabdingbar. Vom demographischen Wandel sind im besonderen Maße ländliche Regionen betroffen. So wird in einer beachtlichen Zahl von Regionen der Anteil der Über-Sechzigjährigen zwischen 2005 und 2025 um mehr als 40 % ansteigen. Besonders stark werden weiterhin ländliche Regionen Ostdeutschlands, Südniedersachsen, das Ruhrgebiet und das Saarland sowie Umlandregionen von Ballungsräumen altern. Nach Aussage von Kommunalvertretern ist bisher nur ein geringer Teil der Bereiche

  • Gebäude (20 %),
  • Zugänge zum öffentlichen Personennahverkehr (63 %) sowie
  • Straßen und Wohnumfeld (50 %)

barrierefrei. Hauptgrund für dieses Defizit seien fehlende finanzielle Mittel.

 

Für die Studie wurden Vertreter von 400 Städten und Gemeinden befragt. Der Rücklauf lag bei 32 % (129 Antworten). Neben einer standardisierten, schriftlichen Befragung wurden Fokusgruppengespräche und leitfadengestützte Telefoninterviews durchgeführt. In die Telefoninterviews wurden auch Vertreter von kommunalen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen einbezogen. Insgesamt wurden 31 Experten in die Gespräche und Interviews einbezogen. Ergänzend wurde eine umfangreiche Sekundäranalyse vorhandener Studien und Datenquellen durchgeführt.

 

Einzelheiten zur Studie "Altengerechter Umbau der Infrastruktur: Investitionsbedarf der Städte und Gemeinden" finden Interessierte auch im Internet unter www.kfw.de im Bereich Research.

 

 

Mehr zum Thema: