Starten Sie hier Ihre Digitalausgabe

Hier finden Sie die Formulare für Bauleiter

Hier finden Sie das
Archiv der Zeitschrift
"der bauschaden"

Schadensursachen erkennen

Bauschäden fachgerecht sanieren

Haftungsfälle vermeiden

TPL_ONLINTECH_ADDITIONAL_INFORMATION

= Inhalte verfügbar für Premiummitglieder   = Inhalte verfügbar für alle

Dokumententyp: News



Mit dem Frühjahr beginnt die Saison für Fliesen- und Plattenarbeiten im Außenbereich. Dabei wird zunehmend Naturstein verwendet, der nicht nur in der Optik, sondern Dank industrieller Fertigung auch im Preis überzeugt. Um Ärger und unnötige Kosten zu vermeiden, gibt die GTÜ – Gesellschaft für Technische Überwachung mbH Hinweise für die Auswahl des richtigen Materials und fachgerechte Verlegung der Steine.

 

„Nicht jeder Naturstein ist für jede Art der Verwendung geeignet. Zunehmend registrieren wir Teil- oder sogar Totalschäden im Außenbereich, die bei einer fachgerechten Verlegung vermieden werden können“, so Andreas Seidlitz, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten. „Zu dünne Platten und ein vorzeitiger Beginn der Bauarbeiten bergen vor allem das Risiko von Feuchtigkeitsschäden. Während früher sogenannte Blockstufen aus Naturstein verarbeitet wurden, reduzierte sich der Materialaufwand stark. So kommen seit den 1970er Jahren vor allem Natursteinplatten mit einer Stärke von zwei bis drei Zentimetern zum Einsatz. Als Faustregel gilt zudem: Die Außentemperaturen sollten nachts nicht unter zehn Grad Celsius liegen.“

 

Auch offene Stellen im Kleberbett können unerwünschte Feuchtigkeitsflecken hervorrufen, die durch angesammeltes Wasser entstehen und dann unregelmäßig verteilt über die gesamte Plattenfläche, manchmal auch nur an den Plattenrändern sichtbar sind. „Angesichts der Praxiserfahrung ist eine Drainage unter Treppenbelägen sinnvoll, auch wenn diese nach den derzeit geltenden Normen nicht vorgeschrieben ist“, empfiehlt der GTÜ-Experte. Zu verwenden sind dafür sogenannte „weiße Kleber“ mit einem hohen Anteil an Trasszementen. Wenn sie in der Austrocknungsphase durch Abdeckung ausreichend vor Regen geschützt werden, können diese Kleber Ausblühungen aufgrund von Feuchtigkeit verringern.

 

„Effektiver, besonders bei der Verlegung von großformatigen Platten, ist die Verwendung von Schnellklebern für Natursteinverlegung“, rät Seidlitz. „Zu beachten ist, dass zwischen dem Untergrund und der Drainageschicht eine Abdichtung ausgeführt wird. Diese schützt vor Rückdurchfeuchtung nach oben und unten.“ Das Gefälle unter den Abdichtungs- und Drainagematerialien sollte mindestens 1,5 Prozent betragen. Der Einsatz von speziellen Gummiprofilen in eingeschlitzten Plattenrillen schafft zusätzlich Trittsicherheit, denn die geflammten und gebürsteten Oberflächen allein entsprechen nicht den vorgegebenen Vorschriften zur Rutschsicherheit.

 

„Grundsätzlich sollte die Planung eines solchen Projekts langfristig und sorgfältig angesetzt werden. Durch die richtige Materialauswahl und Maßnahmen bei der Verarbeitung können Feuchtigkeitsschäden verhindert werden“, sagt Andreas Seidlitz.

 

Die GTÜ bietet mit der Dienstleistung der Baubegleitenden Qualitätsüberwachung (BQÜ) einen eigenen Service an. Die für Baudienstleistungen eingesetzten GTÜ-Vertragspartner sind öffentlich bestellte und vereidigte sowie qualifizierte Bausachverständige mit besonderer Fachexpertise für die einzelnen Gewerke. Die GTÜ verfügt über ein bundesweites Netz von Vertragspartnern. Weitere Informationen zur BQÜ sowie eine Suchfunktion für GTÜ-Sachverständige vor Ort im Internet unter: http://bau.gtue.de/