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"der bauschaden"

Schadensursachen erkennen

Bauschäden fachgerecht sanieren

Haftungsfälle vermeiden

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Dokumententyp: News



Feuchte Wände, Schimmelbildung, Wasseraustritt treten auf Grund von Rohrbrüchen in den Wintermonaten besonders häufig auf. Neben Verstopfungen oder Überbelastungen der Kanalisation kommen dabei vor allem weniger augenfällige Rohrbrüche an Kanalrohren als Ursache in Frage. Die GTÜ – Gesellschaft für Technische Überwachung mbH weist darauf hin, dass wegen der hohen Schadstoffbelastung schnell und langfristig sehr hohe Kosten zur Beseitigung des Schadens entstehen können. Dies kann durch umfassende Untersuchungen der Kanalrohre verhindert werden.

 

"Es ist wichtig, bei einem Wasserrohrbruch nicht nur die unmittelbare Schadensumgebung zu untersuchen. Bei einem Schaden an einer Trink- Regen- oder Abwasserleitung können schnell auch parallel oder quer verlaufende Leitungen, wie Gas- und Stromleitungen, beschädigt und so größere Schäden verursacht werden“, erläutert Josef Reis, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Mauerwerk, Beton- und Stahlbetonbau. „Bei Unterspülungen können diese brechen, unter Zugspannung geraten oder sich aus ihren Verbindungsmuffen lösen.“

 

Zudem kann das unterhalb des Straßenniveaus gelegene Mauerwerk durch Rohrbrüche im Straßenbereich durch Ausspülung und Befeuchtung erheblich beschädigt werden. In das Gebäude eindringendes Abwasser führt durch den hohen Schadstoffgehalt (u. a. Nitrat, Blei, Quecksilber) zur Verseuchung des Mauerwerks. Bakterien und Viren im Abwasser können darüber hinaus zu gesundheitlichen Schäden bei den Bewohnern und Nutzern führen. „Eine großflächige Austauschaktion der Bauteile ist mit enormen Kosten verbunden. Diese können durch eine frühzeitige Feststellung und anschließende Behebung des Schadens an der Trink- oder Abwasserleitung verhindert werden“, ergänzt Josef Reis. „Auch bei anscheinend kleinflächig auftretenden Schadensfällen ist es ratsam, umfangreichere Untersuchungen zu veranlassen. Letztendlich kann so die Schadenssumme erheblich reduziert werden.“

 

Im Schadensfall nimmt der Sachverständige je nach Umfang des Schadens neben ersten Trocknungsmaßnahmen und dem Abbruch von durchnässten Fußböden und Wänden auch die Freilegung der Hausmauer auf der Innen- und Außenseite vor, um die entstandenen Schäden aufzunehmen. Darüber hinaus werden zur genauen Bestimmung der Schadensursache Materialproben der befallenen Wände genommen. So kann festgestellt werden, ob ein Bruch einer Trink-, Regen- oder Abwasserleitung vorliegt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. „Aufgrund der größeren Durchflussmengen sind öffentliche Kanäle viel stärker beansprucht als private. Während neuere Kanäle meist aus beständigeren Materialen bestehen und sorgfältiger verlegt wurden, sind vor allem Untersuchungen der älteren öffentlichen Kanäle enorm wichtig“, ergänzt Josef Reis.