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"der bauschaden"

Schadensursachen erkennen

Bauschäden fachgerecht sanieren

Haftungsfälle vermeiden

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Dokumententyp: News

Öffentliche Abwasserkanäle und private Abwasserleitungen müssen dicht sein. Es gilt, Boden und Grundwasser vor Verunreinigungen zu schützen sowie Grundwassereinträge in Abwasserleitungen zu vermeiden. Hierzu müssen angemessene rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Fachgerechte Sanierungen von Abwasserleitungen helfen, den Wert von Immobilien und öffentlichen Infrastrukturen zu erhalten. Der finanzielle Aufwand muss allerdings begrenzt werden. Diese Kernsätze und Thesen enthalten die „Positionen zur Grundstücksentwässerung“, die die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) Anfang Mai im Rahmen der IFAT Entsorga veröffentlicht hat.

 

Grundstücksentwässerungsanlagen im Fokus der Öffentlichkeit

Über private Abwasserleitungen, die auf privaten Grundstücken liegen und dort vor allem häusliches Abwasser und Regenwasser abführen, und ihre Dichtheit und Sanierung werden seit geraumer Zeit teilweise heftige öffentliche Debatten geführt.

Unstrittig ist, dass ein hoher Anteil der privaten Abwasserleitungen schadhaft ist. Fachleute gehen von Schäden in rund 75 Prozent der untersuchten Fälle aus. Durch undichte Abwasserleitungen kann Abwasser in Boden und Grundwasser gelangen und zu Verunreinigungen führen. Umgekehrt kann Grundwasser in undichte Abwasserrohre eindringen („infiltrieren“) und zu einem höheren Energieverbrauch sowie geringeren Reinigungsleistungen von Kläranlagen führen.

 

Einheitliche und klare rechtliche Regelungen schaffen

Trotzdem sind in Deutschland die rechtlichen Regelungen zur Überprüfung und Sanierung von Grundstücksentwässerungsanlagen sowie die Verteilung der Zuständigkeiten zwischen Grundstückseigentümer und Kommune unterschiedlich. Den Bürgern fehlt die Akzeptanz für uneinheitliches Verhalten der Landesgesetzgeber. Eine Bundesverordnung steht noch aus. Die DWA verlangt eine schnelle Klarstellung durch die Gesetzgeber, in der die grundsätzliche Überprüfungspflicht von Grundstücksentwässerungsanlagen befürwortet wird.

 

Werte von Immobilien und Infrastruktur erhalten

Undichte Leitungen können zu Ausschwemmungen von Bodenmaterial führen, die Gelände- oder Gebäudeabsackungen und Straßenschäden zur Folge haben können. Vorgebeugt werden kann hier durch eine rechtzeitige Erfassung und Sanierung von Schäden. So können auch Kosten aufgrund größerer Schäden vermieden werden. Dies dient letztlich dem Werterhalt von Immobilien und öffentlicher Infrastruktur. Eine regelmäßige, im Abstand von vielen Jahren erfolgende Untersuchung der Grundstücksentwässerungsanlagen bedeutet vor diesem Hintergrund einen verhältnismäßigen Aufwand: Kosten für die Überprüfung von Grundstücksentwässerungslagen liegen zwischen 400 Euro für kleine und 1800 Euro für große Systeme. Als Richtwerte für die Sanierung können für die Erneuerung ca. 300 bis 550 Euro pro Meter, für eine Sanierung mit Schlauchlinern ca. 275 Euro pro Meter angesetzt werden.