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Dokumententyp: News

Passivhausneubau mit Thermowall Putzfassade
© GUTEX Holzfaserplattenwerk,
H. Henselmann GmbH & Co KG
Laut Analyse des Fraunhofer Instituts in Holzkirchen reduziert die Verwendung eines Wärmedämmverbundsystems bestehend aus Holzfaserdämmplatten und Putzkomponenten - im Vergleich zu einem WDVS mit Polystyroldämmung - das Risiko eines mikrobiellen Befalls der Bauteiloberfläche wesentlich.

 

Viele Hausbesitzer dämmen ihr Stein- oder Holzhaus nachträglich mit einem Wärmedämmverbundsystem. Dies reduziert den Heizenergieverbrauch meist erheblich, insbesondere, wenn gleichzeitig neue Fenster eingebaut werden. Modernisierungsmaßnahmen sind generell für den Bestand vorteilhaft. Die veränderte Wanddicke führt allerdings auch zu bauphysikalischen Veränderungen. Die Oberfläche der Außenwand wird schneller kalt, da das Bauteil insgesamt weniger Wärme von innen nach außen durchlässt.

Auf der Putzoberfläche der Außenwand bildet sich hierdurch häufiger Tauwasser. Hinzu kommt die Feuchtigkeitsbelastung durch Regen. Im feuchten Milieu können sich mikrobielle Belastungen besser ansetzen und verbreiten. Das Risiko eines Pilz- oder Algenbefalls auf der Putzoberfläche nimmt zu.

 

Eine Reduzierung der Betauungszeit, in der die Putzoberfläche vom Tauwasser angefeuchtet ist, führt im Umkehrschluss zu einem geringeren Bewuchsrisiko.

Im Feldversuch konnte das Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Holzkirchen nachweisen, dass das Wärmedämmverbundsystem GUTEX Thermowall aus Holzfaserdämmplatten und Putzkomponenten aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften über 30 % weniger durch Tauwasser belastet ist. Dies hängt mit der spezifischen Wärmespeicherkapazität der Holzfaser zusammen. Diese liegt bei 2.100 J/kg und ist die höchste unter den Dämmstoffen. Die poröse Faserstruktur speichert die Tageswärme und gibt die aufgenommene Energie bei kühleren Temperaturen wieder ab. Der Taupunkt wird daher erst zeitverzögert oder gar nicht erreicht. Die Ergebnisse des Feldversuches zeigten eine Verkürzung der Betauungszeit von mehr als 30 % im Vergleich zu einer Polystyroldämmung.

Das Risiko eines mikrobiellen Befalls wird vom Institut daher als wesentlich geringer eingestuft als bei anderen Putzoberflächen von Wärmedämmverbundsystemen, so das GUTEX Holzfaserplattenwerk H. Henselmann.