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Dokumententyp: News

DGNB Zertifikat nun auch für Bestandsbauten Nachhaltiges Handeln ist aus der Bau- und Immobilienwirtschaft nicht mehr weg zu denken. Bei vielen Neubauten gehört es wie selbstverständlich zur Planung dazu. Umso wichtiger ist es nun, die Optimierung von Bestandsbauten in den Mittelpunkt zu rücken. Mit der Zertifizierung von bestehenden Gebäuden und einem Instrument zur Analyse von Bestandsbauten nimmt die DGNB dieses Gebäudesegment in den Blick und bietet neue Lösungsmöglichkeiten.

 

„Eine wesentliche Grundlage für mehr Nachhaltigkeit im Bestand sind aussagekräftige Instrumente, mit denen der Zustand von Gebäuden transparent gemacht werden kann. Deshalb betrachtet die DGNB Bestandsanalyse bauliche Aspekte, die Anlagensubstanz und auch die Bewirtschaftung“ erläutert Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführerin der DGNB. „Gerade Unternehmen, die umfangreiche Portfolios betreuen, bekommen damit einen schnellen Überblick.“

 

Mit überschaubarem Aufwand liefert die DGNB Bestandsanalyse ein umfassendes Bild der Gebäude bezüglich ihrer Nachhaltigkeit. Auf Basis des bewährten DGNB Kriterienkataloges unterstützt sie Investoren, Betreiber und Planer durch eine tragfähige Entscheidungsgrundlage für das weitere Umgehen mit ihren Immobilien: Sind Maßnahmen zu einer Modernisierung oder Revitalisierung erforderlich? Welche Maßnahmen sind ökonomisch sinnvoll? Wie nachhaltig ist die Bewirtschaftung und wie lässt sie sich verbessern? Können Energie- und Ressourcenmanagement optimiert und Betriebskosten gesenkt werden? Auf die Qualität des soliden DGNB Zertifizierungssystems aufbauend sorgt das neue Instrument für ein Höchstmaß an Transparenz und Sicherheit.

Die DGNB Bestandsanalyse ist auch unabhängig von einer Zertifizierung anwendbar. Die Ergebnisse können aber bei Bedarf in den Zertifizierungsprozess übernommen werden.

Das neue Instrument steht ab sofort für die Analyse von Büro- und Verwaltungsgebäuden bereit.

 

Im Unterschied zur planungsbasierten Zertifizierung von Neubauten wird im Bestand mit realen Messwerten gearbeitet. So fließen die tatsächlichen Energieverbräuche, der Trinkwasserverbrauch sowie Betriebs- und Unterhaltskosten in die Bewertung ein. Um die Qualität der nachhaltigen Gebäudebewirtschaftung detailliert zu erfassen, werden auch Instandhaltungs- und Ressourcenmanagement, Dokumentation sowie Strategie und Controlling mit einbezogen. Zudem wird bewertet, wie es um die Immobilie selbst – beispielsweise bezüglich der Barrierefreiheit, Flächeneffizienz oder technischer Qualität – bestellt ist.

Die Bewertung von Bestandsbauten folgt in ihren Grundlagen dem umfassenden DGNB-System. Das heißt, ein Gebäude wird in sechs Themenfeldern betrachtet:

  • Ökologische Qualität
  • Ökonomische Qualität
  • Soziokulturelle und funktionale Qualität
  • Prozessqualität
  • Technische Qualität
  • Standortqualität

 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen