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"der bauschaden"

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Dokumententyp: News

  Einige Hausbesitzer haben es erlebt: Die Gebäudedämmung wurde erneuert und verbessert, aber der Heizwärmebedarf des Gebäudes hat sich kaum verändert. Ähnlich geht es auch Betreibern von Industrieanlagen. Wo liegen die Ursachen? Antworten gibt die neue Richtlinie VDI 4610 Blatt 2 "Energieeffizienz betriebstechnischer Anlagen - Wärmebrückenkatalog".

Der Wärmeverlust bei Anlagen und Gebäuden besteht einerseits aus einem Wärmeverlust über eine gedämmte Oberfläche, andererseits über sogenannte Wärmebrücken, deren wärmetechnische Eigenschaften sich von denen der Dämmung unterscheiden. Dabei geht es z. B. um Fenster oder Stahlträger bei Gebäuden. Im Falle von betriebstechnischen Anlagen handelt es sich um Krümmer, Flansche, Ventile, Pumpen usw. Ihr Einfluss wird oftmals unterschätzt – die Summe der Wärmeverluste liegt jedoch häufig in der Größenordnung des Gesamtwärmeverlusts.

Um den Gesamtwerteverlust einer Anlage berechnen zu können, müssen die Wärmeverluste von Wärmebrücken bekannt sein. Die Richtlinie VDI 4610 Blatt 2 liefert dazu Gleichungen und Tabellen. Aufgrund der Vielfalt an verschiedenen Bauteilformen und Ausführungsarten von anlagebedingten Wärmebrücken, erhebt der Wärmebrückenkatalog keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die vielfältigen Bauteile, wie Armaturen und Flansche, wurden die am häufigsten verwendeten Bauformen aufgenommen. Anlagenbedingte Wärmebrücken, wie Lager und Aufhängungen, sind auf Standardkonstruktionen beschränkt. Sonderlösungen müssen individuell mit der sogenannten Rippengleichung nach dieser Richtlinie oder mit der Finiten-Elemente-Methode berechnet werden. Neben Wärmeverluststromkoeffizienten werden auch normierte und dimensionslose Temperaturen angegeben.

Die Richtlinie gibt damit Hinweise für Anlagenbetreiber, -hersteller und Unternehmen der Dämmtechnik. Sie fördert die Zusammenarbeit zwischen den Gewerken und liefert Beiträge zur Verbesserung der Energieeffizienz von betriebstechnischen Anlagen.


Information des VDI