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Dokumententyp: News

Zusatzstoff Metapor erhöht die mechanischen Eigenschaften von zementfreiem Kalkputz
© Dennert Poraver GmbH
Kalkputz ist eine natürliche Methode, Schimmel aus der Wohnung fern zu halten. Denn das natürliche Bindemittel Kalk wirkt Schimmel hemmend, feuchtigkeitsregulierend und sorgt somit für ein gesundes Raumklima. Allerdings weist Kalkputz eine relativ geringe Festigkeit auf und ist daher für manche Anwendungen ungeeignet. Die Dennert Poraver GmbH stellt mit Metapor einen Zusatzstoff her, der sich in kalkbasierten Bindemittelsystemen positiv auf die mechanischen Eigenschaften auswirkt. Dies belegen wissenschaftliche Untersuchungen der Universität Halle.

 

Kalk ist ein natürlicher Baustoff mit positiven bauphysikalischen Eigenschaften. Während Zementputz wenig sorbtionsfähig ist, zeichnet sich Kalkputz durch ein besonders gutes Sorbtionsverhalten aus: Überschüssige Feuchtigkeit im Raum wird aufgenommen, gespeichert und dann gleichmäßig wieder abgegeben. Auf diese Weise wird die Luftfeuchtigkeit im Raum reguliert. Zudem wirken Kalkputze wie ein Luftfilter: Schadstoffe wie Kohlendioxid und Schwefeldioxid werden von den diffusionsoffenen Poren der Wandoberfläche aufgenommen und abgebaut. Darüber hinaus hat Kalk dank seiner Alkalität eine antiseptische Wirkung, sodass Schimmelpilze auf der Oberfläche keinen Nährboden finden.

 

Ein großer Nachteil von Kalkputz war bisher jedoch seine geringe Festigkeit. Für höhere mechanische Beanspruchungen musste deshalb zusätzlich auf Zement als Bindemittel zurückgegriffen werden. Die Dennert Poraver GmbH bietet daher mit Metapor einen festigkeitssteigernden Zusatzstoff an. Metapor besteht aus Metakaolin mit einem geringen Anteil an feinem Blähglas. Der Zusatzstoff verbessert die mechanischen Eigenschaften von Bindemittelsystemen auf Kalkbasis. Dies wurde in einer Studie des Instituts für Geowissenschaften der Universität Halle bestätigt.

Ein Jahr lang haben Mineralogen Metapor als Zusatz zu kalkbasierten Bindemittelsystemen untersucht. Forschungsgegenstand waren mehrere Zusammensetzungen aus unterschiedlichen Mengen Kalk, Metakaolin und Metapor. Dabei zeigte sich, dass mit der Kombination Kalk und Metapor Druckfestigkeiten bis 18 N/mm² und Biegefestigkeiten bis 5 N/mm² erreicht werden. Anhand von REM-Aufnahmen konnte zudem nachgewiesen werden, dass eine deutliche Verdichtung des Gefüges und somit eine hohe und schnelle Aktivität bei der Kalkbindung erfolgt.

Bei einer vergleichenden Untersuchung von Kalkleichtputzen kam man zu ähnlichen Ergebnissen. „In einer Probe wurde ein Teil des Kalks durch Metapor ersetzt, was eine deutliche Erhöhung der Druckfestigkeit zur Folge hatte“, erklärt Armin Egersdörfer, Diplom-Ingenieur und Produktmanager bei der Dennert Poraver GmbH. Der Blähglasanteil begünstigt zudem die isolierenden Eigenschaften des Putzes, macht diesen leichter und verbessert die Verarbeitungseigenschaften.